Wanderlust 

„Not all who wander are lost“ – J.R.R. Tolkien

Wie die meisten meiner Freunde und Bekannte wissen, ist das Bloggen nichts Neues für mich. Was die wenigsten wissen ist, dass mich das Reisen, sowie mein Philosophie-Studium, dazu bewegt haben, das Schreiben auf andere Bereiche auszubauen.

Bevor ich jedoch (unter anderem) meinen neuen Reiseblog starte, möchte ich dir einen kurzen Überblick zu meinen bisherigen Auslandserfahrungen geben. Dabei unterlasse ich es jedoch touristische Aufenthalte zu erwähnen, die ich generell als „Urlaub“ bezeichnen würde.


Aller Anfang ist schwer

Menschen denen ich unterwegs oder zuhause begegne, fällt es oft schwer zu glauben, dass ich erst relativ spät das Interesse am Reisen (oder überhaupt dem Ausland) entwickelt habe. Tatsächlich war ich viel zu lange einer dieser ignoranten Personen, die ihre Heimat als das beste Land der Welt bezeichnen würden und daher keinen Sinn darin sehen, dieses je zu verlassen! …mal ganz davon abgesehen, dass Österreich schon sehr toll ist.

An meinen ersten Versuch von zuhause wegzukommen, wird sich meine Mutter wohl am Besten erinnern, denn spontaner und überraschender wäre wohl kaum möglich. Mit den Worten „Ich fahre heute Abend mal mit meinen 3 besten Freunden weg“ verabschiedete ich mich und startete, mit einer sehr Odyssee-artigen Interrailtour durch Europa, mein bis heute anhaltendes Interesse sich ins Unbekannte zu stürzen.

Die wahre Reisesucht entwickelte sich aber erst nach meinem ersten „Kulturschock-Erlebnis“, als ich 3 Jahre später nach China flog.315979_10150339023259736_8641889_n

Worte können nicht beschreiben, was ich damals empfand; komplett überfordert mit den unterschiedlichen Emotionen die diese Reise mit sich brachte, war es eine unglaubliche Erfahrung, die mich bis heute geprägt hat.

Danach war es um mich geschehen, ich sparte nur noch um reisen zu können und bevor ich eine Reise angetreten hatte, plante ich schon die Nächste – für mich gab es nichts Anderes mehr! Und so kam es, dass ich mir nach meinem Studienabschluss den großen Traum einer Weltreise erfüllte.


A Great Escape
(Link zum Originalblog)

13 Monate dauerte meine langersehnte Reise, die mich durch 13 Länder in Ozeanien und Asien führte.

Nach 42 Stunden Reisezeit, kam ich endlich in Fiji an, wo das Abenteuer starten sollte; zwei Wochen Inselparadies, die das Budget schon mal enorm sprengten! Das sollten jedoch die 3 Monate in Neuseeland, sowie die anschließenden 2 Wochen in Australien durchs vermehrte Arbeiten wieder ausgleichen. Wie sich später herausstellen würde, war Neuseeland eines der Top-Länder während meiner Reise – jedoch nicht unbedingt wegen der atemberaubend schönen Landschaft (was natürlich dennoch eine große Rolle spielte) – sondern vor allem aufgrund der Tatsache, dass ich weder Vorstellungen noch irgendwelche Erwartungen hatte, bevor ich jenes Land betrat. Genau dieser Umstand wurde mir nämlich in Südostasien zum Verhängnis!

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Für junge Backpacker ist Südostasien das Paradies… und andere Leute trifft man vor Ort auch meist nicht. Die Vorstellung mit Einheimischen einen kulturellen Austausch zu erleben schwindet sobald man realisiert, dass diese einen nur als laufenden Bankomaten betrachten und jede Gelegenheit ausnutzen, um möglichst viel Geld aus diesem herausholen zu können. Das ist das Los, mit dem sich Touristen herumschlagen müssen!

… andererseits, wie viele Touristen interessiert es denn überhaupt wahre Kultur zu erleben? Ein paar Sehenswürdigkeiten ansehen, ansonsten am Strand liegen und abends mit anderen Touristen über die Vielzahl an Orten pallawern, an denen man schon den gleichen Mist vollzogen hat – wahrlich eine Leistung! Für diejenigen die tatsächlich nach etwas mehr suchen, sind solche Unterhaltungen der größte Horror. Zum Glück gibt es aber Wege und Alternativen den Banana Pancake-Backpackern zu entgehen; es braucht nur manchmal seine Zeit diese zu finden.

Für mich war – und ist auch weiterhin – einer diese Wege, die Möglichkeit der Freiwilligenarbeit bei Privatpersonen. Und so kam ich auch bei meiner langen Reise in Neuseeland, Australien, Thailand, Vietnam, Japan und Indien in die Gunst, kulturellen Austausch erleben zu können.


Südamerika
(Link zum Originalblog)

Nach 13 Monaten war ich erstmal froh wieder nachhause zu kommen, ein Bad nehmen zu können, Sport zu machen und endlich wieder Käse zu essen!!! Ich war jedoch nicht darauf vorbereitet, dass es mir so schwer fallen würde ‚zurückzukehren’… und als es mit der Zeit immer schlimmer statt besser wurde, war für mich klar, dass ich wieder weg musste.

Die Wahl des Reiseziels war schwer, jedoch entschied ich mich schnell dazu einen neuen Kontinent erforschen zu wollen; somit war die Entscheidung also gefallen – es würde Südamerika werden! So ging es für mich nach erneuten 13 Monaten in der Heimat wieder zurück ins Ausland.

5-1450915200-8-pino-hachadoDa ich Berge den Tropen vorziehe, war für mich klar, dass ich in den Süden nach Chile und Argentinien musste. Den ersten Monat verbrachte ich vor allem mit der Einsicht, dass diese beiden Länder tatsächlich so teuer sind wie man überall munkelt… ein schwerwiegendes Problem für eine geplante Low-Budget Reise! Es musste also erneut ein Volontär-Job her und siehe da, so fand ich mein persönliches Paradies: die Husky- und Pferderanch von Hernan in Nordpatagonien, die mein Leben in eine komplett neue Richtung lenkte!

Kein Wunder also, dass ich den nächsten 3 Monaten schon gespannt entgegen blicke.

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