Die Gefahren des Reisens

„How do you pick up the threads of an old life? How do you go on, when in your heart, you begin to understand… there is no going back?

– Frodo Baggins

Urlaub vs. Reisen

Vielen mag unverständlich sein, warum ich diese beiden Termini so strikt trenne. Fakt ist jedoch, dass es sich bei diesen um zwei komplett unterschiedliche Konzepte des Auslandsaufenthaltes handelt. Um konkreter darauf eingehen zu können, werde ich die beiden Begriffe -gemäß meiner Definition- vorher erörtern.

Urlaube besitzen für mich eine relativ kurze Reisedauer, die mit touristischen Angeboten vollgestopft werden und das persönliche Vergnügen, sowie die Erholung vom Alltagsleben als Ziel verfolgen.

Wenn ich hingegen vom Reisen spreche, so meine ich Aufenthalte von mehreren Monaten, wenn nicht sogar Jahren, die furchtbar anstrengend sein können und nicht immer klar definierbare Motive besitzen.

Die Wahl der Form ist absolut subjektiv und nicht jeder ist für die eine oder andere Art geeignet. Dieser Eintrag soll nun jedoch ausschließlich die persönlichen, individuellen Folgen des Langzeitreisens anführen; die kulturellen Schäden die das anhäufende Tourismusangebot mit sich bringt, möchte ich zu einem späteren Zeitpunkt bearbeiten.


Pro Reisen

Ich denke es wird nicht schwer zu erklären, was das Reisen so faszinierend macht: neue Orte, fremde Menschen und Kulturen kennen zu lernen, extravagante Kulinarik, außergewöhnliche Erfahrungen zu sammeln und das unglaubliche Gefühl der absoluten Freiheit zu erleben… wieso sollte man jemals aufhören?


Schwerwiegende Folgen

Und genau dieser Punkt führt mich nun zu den fatalen Folgen, die das Reisen mit sich bringt, denn um oben angeführte Frage zu beantworten: für viele ist es ohnehin nicht möglich!

Einmal in den Genuss dieses Unabhängigkeitsgefühls gekommen, wird das Leben im Alltag plötzlich dumpf. Die eigene Veränderung, die auf der jeweiligen Reise vollzogen wurde, wird auf einmal deutlich klar, denn zuhause hat sich nichts Grundlegendes geändert. Gespräche werden immer einseitiger, man fühlt sich unverstanden und alleine… und eines Tages kommt die Realisation, dass man anders ist und nicht mehr hineinpasst.

Frustriert und entmutigt wird der Anschluss in die Gesellschaft immer schwieriger. Ob es überhaupt jemals wieder möglich ist ein normales Leben zu führen? …und ist das überhaupt das was man wirklich möchte? Fragen über Fragen und die Zeit rinnt dahin… was man doch in der Zwischenzeit auf Reisen hätte erleben können!

… und plötzlich steht die Antwort vor einem! Warum sich abmühen und das Leben schwer machen wenn es doch eindeutig einen Weg gibt der funktioniert: einen Ort der Akzeptanz und Geborgenheit! Eine Möglichkeit sich wohl zu fühlen, weiterzuentwickeln und seinen Ansichten und Wertvorstellungen gerecht zu werden.

Worauf also warten? Schnell zum Laptop greifen und mit einem Click das Ticket in die langersehnte Freiheit besorgen…

3 Einträge zu „Die Gefahren des Reisens

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