Philosophie

Hokkaido, Juni 2014. Zusammen mit dem gleichaltrigen Franzosen Julien sitze ich im Auto, auf dem Weg zu einer kulinarischen Lehrstunde für japanische SchülerInnen. Um uns die Zeit zu vertreiben, reden wir über Gott und die Welt und obwohl wir uns erst vor ein paar Tagen kennen gelernt hatten, hat das Gespräch etwas sehr Vertrautes. Irgendwann gestehe ich ihm, dass ich mich nicht für Politik interessieren kann und mich daher mit jener Thematik nicht auseinandersetze. „Wie kannst du sagen, dass du dich nicht für Politik interessierst“, fragte er mich, „wenn alles worüber wir bisher geredet haben politisch war?“

Dieser Moment offenbarte mir das Prinzip der Philosophie.


Der Weg zur Philosophie

Mit einer naturwissenschaftlichen Schulausbildung, einem wirtschaftlichen Kolleg und einem technischen Studium, hätte ich den Geistes- und Sozialwissenschaften wohl kaum ferner sein können. Ignorant gegenüber Lebensbereichen wie z.B. Philosophie, Politik und Religion, weckte erst das Thema der Nachhaltigkeit mein Interesse einer kritischen Betrachtung unseres wirtschaftlichen Systems.

Während meiner Reise durch die Welt, begann ich aufmerksamer durchs Leben zu gehen und unterschiedliche Kulturen hautnah und mit eigenen Augen zu erleben; dabei waren politische und religiöse Komponenten tief in das kulturelle Geschehen verknüpft.

Bis zu meinem Zusammentreffen mit Julien beobachtete ich diese, machte mir Notizen und betrieb meine persönliche Forschung; die Welt war mein Forschungsfeld!


„Realitätsgetreue“ Philosophie vs. universitärer Philosophie

Bewusst habe ich mich nicht für den Ausdruck „praktische Philosophie“ entschieden, da es sich hierbei um einen Termini der wissenschaftlichen Philosophie handelt. (Details dazu findest du hier.)

Fasziniert von der Vielzahl an Entdeckungen, die ich während meiner Reise getätigt hatte, beschloss ich mich dem Studium der Philosophie zu widmen. Ich wurde nicht enttäuscht, denn wider der Erwartung bekiffte Hippies vorzufinden, betrat ich eine intellektuelle Wissenschaft der Logik!

Doch lange hielt die Euphorie nicht an, denn obwohl diverseste philosophische Überlegungen äußerst interessant waren, handelte es sich in den meisten Fällen ausschließlich um jenes: theoretische Gedankengänge. Die Betrachtung der Hintergründe vieler großer Philosophen beeinflusste mich ebenso maßgeblich; mir fällt es schwer, der Meinung reicher Männer aus gutem Hause, die zu viel Geld und Zeit hatten und sich daher dem philosophischen Studium zuwandten, große Bedeutung zu schenken… (und leider trifft man auch heutzutage noch viele Studenten dieser Sorte auf der Universität!)

Die Frage, die ich mir im Zuge dieser Erkenntnis stellte war also: „Wieso soll ich etwas Theoretisches studieren, wenn ich in die Welt hinausgehen und Philosophie in der Praxis erleben kann?“

Also tat ich das.

 

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