Vorbereitung der Pferdesaison

Woche 7 & 8

Da der November naht – und somit auch der Zeitpunkt die Pferde zurückzubringen – mussten wir uns langsam den Vorbereitungen der Pferde widmen. Diese waren über den Winter auf einer ca. 30km entfernten Kuh-Ranch untergebracht und brauchten momentan vor allem eines: Hufeisen!

Schon letzten Sommer hatten wir die Erfahrung machen können diese zu wechseln, auch ohne Hernans Hilfe. Insgesamt 5 Tage verbrachte Hernan nun jeweils mit einem Volontär auf der Ranch.

Da es sich bei dieser um ein 300 ha großes GrundstüIMG_9618ck handelt, war allein die Suche schon eine Herausforderung. Tag 1 entpuppte sich als sehr einfach, Hernan und ich fanden 3 der Pferde innerhalb kürzester Zeit und konnten uns somit schnell an die Arbeit machen. Lorenz hatte weniger Glück, denn am 2. Tag benötigten sie 5,5 Stunden um die restlichen Pferde zu finden…

Nach 4 Tagen kehrte schließlich Sato – eine finnische Volontärin, die seit Juni hier war und sich die letzten 2 Wochen frei genommen hatte – zurück und beendete mit Hernan die Arbeiten an den Pferden. Gerade rechtzeitig, denn 2 Tage später wollte Hernan die private Cabalgata starten.


07/11 – 09/11

Um die insgesamt 9 Pferde nach Pino Hachado zurückzubringen, brauchten wir mehr Reiter, weswegen Hernan für diesen Anlass (wie auch seinen Geburtstag der bevorstand) einige Freunde eingeladen hatten. Zusätzlich war gestern eine weitere Volontärin (Meli aus Deutschland) angekommen, wodurch es nun insgesamt 6 Personen waren. Lorenz und ich waren in der Zwischenzeit hiergeblieben, um uns um die Hunde und das Grundstück zu kümmern.IMG_9858

Geplant war es frühmorgens zu starten und insgesamt 2 Tage zu brauchen. Aufgrund des mangelnden Hundefutters und der späten Ankunft der beiden Freunde Sergio und Nacho, verzögerte sich die Abfahrt jedoch immens. Auch während der Tour selbst gab es wohl einige Schwierigkeiten (verschlossene Tore), so dass Hernan abends nach Pino Hachado hitchhiken musste, um den anderen mit dem Auto Verpflegung zu bringen.

Letztenendes kamen jedoch alle gut an und abends feierten wir mit großem Asado, Torte und Alkohol Hernans 50. Geburtstag!


12/11

Während Sergio wieder abgereist war, beschloss Nacho – eine sehr exzentrische Persönlichkeit aus der Film-Branche – noch einige Tage zu bleiben, weswegen Hernan ihn darum bat, einige Film-Szenen einer nachgestellten Cabalgata zu drehen.
In der Zwischenzeit war auch Tilly, eine englische Volontärin, die bereits im Herbst hier war, zurückgekehrt. Somit waren wir nun 5 Volontäre; eine ungewöhnlich große Zahl an Menschen hier in Pino Hachado. Ein Grund mehr, weswegen sich der Filmdreh momentan auszahlte.

Nach dem Frühstück machten wir also die Pferde fertig und ritten zu 6. zur Laguna Verde. Es wurde ein langer Tag, denn die IMG_9930Aufnahmen benötigten Vorbereitung und einige Wiederholungen – wie es nunmal beim Film zugeht. Nach 4 Stunden mussten wir jedoch ohnehin abbrechen, da Nachos Speicherkarte voll war; der Zeitpunkt hätte jedoch nicht besser sein können, denn an der Spitze des Berges, an der sich die Laguna Verde befand, ging ein eisiger Wind, für den keiner richtig gekleidet war.

Wie wunderschön es jedoch war wieder reiten zu können! Der Tag hätte nicht besser sein können und um ihn abzurunden, beschlossen Lorenz und ich die zurückgebliebenen 3 Pferde vom Feld hochzuholen – eine Entscheidung, die ich spätestens 1 Stunde später bereuen würde.

Bei den Pferden angekommen machte alles einen guten Eindruck. Um zur Straße zu kommen mussten wir einen Fluss queren, was Lorenz auf den Pferden machen wollte. Wir waren auch letztes Jahr ohne Sattel rauf und runter geritten und Coco, jenes Pferd das ich reiten sollte, hatte ich bisher als sehr unkompliziert  kennengelernt; wie sich jedoch herausstellen sollte war dem nicht so. Gerade in dem Moment als ich aufsteigen wollte, machte Coco einen Satz nach vorne und verschwand mit einem Mordstempo in Richtung Grundstück. So weit so gut, blöde Situation aber ich wusste zumindest, dass er nachhause zurückkehren würde.IMG_9885
Ich eilte ihm nach, denn ich wusste, dass das Tor verschlossen war und die Gefahr bestand dass er aufgrunddessen wieder davon laufen konnte. Oben angekommen, kam mir Meli mit Coco entgegen – welch Erleichterung! Damit war es jedoch noch nicht vorbei, denn sie war der Meinung es wäre, aufgrund seiner Nervosität, besser ihn die letzten paar Meter zurückzureiten. Ich hatte ein furchtbar ungutes Gefühl dabei, aber sie hatte weit mehr Erfahrung mit Pferden als ich und da wir zu zweit waren vertraute ich ihr einfach… was darin endete, dass Coco nach meinem Oberschenkel trat und von den anderen erneut eingefangen werden mussten…

Memo an mich: auch wenn ich manchmal etwas übervorsichtig sein sollte, werde ich zukünftig auf mein Bauchgefühl hören. Sport und insbesondere reiten kann ich mir in nächster Zeit jedenfalls definitiv abschminken.

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