Trekking Patagonia

16/11/2016 – 20/11/2016

Sowie in allen anderen – soweit mir bekannten- Ländern Südamerikas, ist es in Argentinien möglich die Grenze zu passieren und erneut für 90 Tage einzureisen. Da das Ende unseres Visas anrückte (ist die Hälfte unseres Aufenthaltes tatsächlich schon fast um?) und die Wettervorhersage der nächsten Tage ausgezeichnet war, beschlossen Lorenz und ich den Umstand der mittlerweile angehäuften Sammlung an Volontären in Pino Hachado zu nutzen und einen kurzen Trip nach Chile zu machen.

Ursprünglich war nur eine 2-tägige Wanderung beim Paso Pino Hachado geplant. Nach einem kurzen Blick auf die Landkarte, entschieden wir jedoch stattdessen eine größere Runde zum ~60 km entfernten Pass La Angostura zu unternehmen, von dem üblicherweise die Pferdetouren im Sommer starten.

Nach dem Mittagessen packten wir also unsere Sachen zusammen und starteten Richtung Villa Pehuenia. Da unsere Verpflegung für maximal 1,5 Tage reichte, planten wir spätestens am nächsten Tag abends in der kleines Stadt anzukommen – gegebenenfalls auch per Autostopp. Das erwies sich jedoch als etwas schwierig, denn Villa Pehuenia war ausschließlich im Sommer gut besucht, daher fiel die Anzahl der Autos sehr gering aus; und auch von denen wollte uns keiner mitnehmen.

Uns blieb also nichts anderes übrig als unser Essen zu rationieren; Wasser war ja zum Glück kein Problem auf der Strecke. Am Morgen des 3. Tages gabelte uns ein freundlicher Argentinier auf, der uns direkt bis zum Supermarkt brachte! Nun waren es noch ungefähr 15 km zur Grenze bzw. dem Camp, bei dem wir übernachten wollten.

Aufgrund der abendlichen Kälte hatten wir die letzten zwei Tage ein Lagerfeuer gemacht; währenddessen kam die Idee auf Stockbrot zu machen. Sämtliche Zutaten zu kaufen wäre allerdings zu aufwendig gewesen, also begnügten wir uns mit einer Mehl-Backpulver Mischung – definitiv nicht so toll wie ein schöner Hefeteig, aber auf jeden Fall ausreichend!

Immer noch ein wenig von meiner Beinverletzung und zusätzlich durch meine für-Berge-ausgezeichneten-aber-nicht-weitwander-geeigneten-Schuhe angeschlagen, entschlossen wir bald so viel Strecke wie möglich per hitchhiking zurückzulegen. So kam es auch, dass wir bereits am Ende des 4. Tages nur noch 15 km von Liucura entfernt waren. Das letzte Stück erwies sich ebenfalls als außerordentlich einfach, so dass wir bereits zum Frühstück des 5. Tages nach Pino Hachado zurückkehrten.

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