Island

Ich erinnere mich sehr gut an die Zeit, als Herr der Ringe gerade ein absoluter Hit war und in den Kinos lief. Jede erdenkliche Tolkien Lektüre musste ich mir besorgen, denn ich war unglaublich fasziniert von der wunderbaren Geschichte! Eines Tages kam mein Vater von der Arbeit nachhause und zeigte mir einen Zeitungsartikel. In diesem waren Bilder einer atemberaubenden Vulkanlandschaft abgebildet; der Titel: „Das wahre Mittelerde dieser Welt, kann in diesem Land gefunden werden.“

Der Name jenes Ortes? Island.


August 2012

Seit diesem Tag hatte ich ein seltsames Interesse für Island entwickelt. Skandinavien hatte mich schon immer fasziniert, aber Island war noch eine Nummer für sich; irgendwie hatte die Insel etwas mystisches.

Als es Zeit wurde, die Sommerplanung 2012 in Angriff zu nehmen, standen zwei Möglichkeiten zur Auswahl: Indonesien oder Island. Die Entscheidung fiel mir furchtbar schwer, denn auch Indonesien war ein Traum, den ich mir unbedingt erfüllen wollte (und der traurigerweise immer noch auf meiner Liste steht). Allerdings hatte ich zu diesem Zeitpunkt das Bedürfnis, etwas komplett anderes zu machen, weswegen es mich letztendlich nach Island zog.

Ich werde diese Entscheidung niemals bereuen – Island ist tatsächlich eines der fantastischsten Länder, die ich je betreten durfte! Einen Monat lang bereiste ich die Insel hauptsächlich per Anhalter, verbrachte die gesamte Zeit im Zelt und erlebte unzählige Abenteuer.

island-karte_campingplaetze-und-tankstellen
Meine Route durch Island. Blau = Bus, Grün = Hitchhiking, Rot = Wandern

Es war mein erstes Mal per Anhalter unterwegs zu sein und ich war überrascht, wie einfach es vonstatten ging. Ich hatte vor meiner Ankunft einen Buspass besorgt, den ich allerdings (wie auf der oberen Karte zu sehen ist) kaum benötigte. Eine schlechte Erfahrung blieb mir leider nicht vorenthalten, denn einmal wurde ich von einem verrückten Typen mitgenommen, der mich plötzlich durch Seitengassen an irgendeiner Tankstelle mitten im Nirgendwo mit den Worten „Der Standard in unserem Land ist gut genug dass wir Busse haben, also verwendet sie auch!“ einfach aus seinem Auto raus schmiss.

Aber von so etwas lasse ich mir meine tolle Erinnerung nicht zerstören und somit hier eine Liste an Dingen, die diese Reise so toll machten:

  • die Landschaft!!!
  • günstige heiße Quellen
  • Trockentauchen in der Silfra Spalte
  • Fisch Festival (Fiskidagurinn Mikli) in Dalvík
  • Whale Watching in Húsavík
  • Wandern im Jökulsárgljúfur Nationalpark
  • Lavastrand, Eisschollen und Seehunde
  • wunderschöne Wasserfälle bis zum Umfallen
  • Reiten in Hafnafjörður

Ein Grund, nicht nach Island zu fliegen könnten die gehobenen Preise vor Ort sein; das Reisen ist im Normalfall echt nicht billig. Es gibt allerdings ein paar Tricks, die der Geldbörse ein wenig Abhilfe verschaffen.

Hitchhiken

Die meisten Touristen mieten sich ein Auto wenn sie nach Island kommen. Verständlich, denn in so einem tollen Land will man doch auch unabhängig sein und die wenigsten haben wohl genug Urlaubstage zur Verfügung, um sich vor Ort tatsächlich Zeit zu nehmen. Ich habe zu 99% tolle Erfahrungen beim hitchhiken gemacht, zumal einem dabei auch die Gelegenheit gegeben wird, Infos und Insidertipps von Einheimischen zu erhalten.

Campen

Auch die Unterkünfte sind in Island unglaublich teuer. Die günstigere Variante sind Campingplätze, die überall auf der Insel vorzufinden sind. Noch billiger wird es zusätzlich mit der Campingcard.

Verpflegung

Habe ich schon erwähnt, dass Island teuer ist? Ja, das betrifft auch das Essen! Es gibt jedoch gute Supermärkte wie Bónus, Krónan und Nettó, die einem „Selbstversorger“ eine große Auswahl bieten. Auch wenn die preisliche Verführung groß ist, würde ich trotzdem abraten, sich nur von Fertigkost wie Ramen und anderen Nudelsuppen zu ernähren!

Wer sich auf Fastfood-Ketten verlässt wird in diesem Land sein bitteres Wunder erleben; abgesehen von Subway (zählt Dominos auch in diese Kategorie?) konnte ich kein einziges Fastfood Restaurant entdecken.

Heiße Quellen

Tatsächlich habe ich noch eine gute Nachricht: heiße Quellen sind in Island spottbillig! Im größten „Schwimmbad“ Reykjavíks habe ich 2012 umgerechnet ~ € 2-3,- für den Tageseintritt bezahlt; dieses besaß alleine 7 unterschiedlich geheizte Becken bis zu 44°C. Nur schüchtern darf man nicht sein, denn bevor das Bad betreten werden darf, muss sich jeder Gast in einer – geschlechtergetrennten – Gemeinschaftsdusche säubern 😉


Ich konnte bisher noch keinen Menschen finden, der bereits nach Island gereist war und nicht dieselben bzw. ähnlich wunderbare Erfahrungen wie ich erleben konnte. Es ist schwer zu beschreiben, was Island so einzigartig macht – vielleicht ist es die lebendige Vulkanlandschaft, die märchenhafte Atmosphäre oder einfach die friedliche Ruhe. In jedem Fall ist und bleibt es ein spezielles Fleckchen auf dieser Erde.

Meinen damaligen Travelblog findest du hier.

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2 Einträge zu „Island

    • Ich bin auch sehr froh über die Entscheidung 😉 Allerdings gibt es eben schon ein paar Punkte wo man gut einsparen kann. Würde ich jetzt nochmal hinfliegen würde ich wohl sehr günstig davon kommen 🙂

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