Carretera Austral I

12/02/2016 – 26/02/2016

13/02
Da wir uns nach Schiffen in den Süden erkundigen wollten, standen wir früh auf und machten uns zum Hafen auf. Der Weg entpuppte sich als eine ziemliche Odyssee, lag aber auch nur an der fehlenden Beschilderung. Endlich angekommen, mussten wir erstmal bis 10:00 Uhr warten, bis die Schalter geöffnet hatten. In der Zwischenzeit erkundigten sich die Jungs nach den unterschiedlichen Bus-Optionen, während ich im Internet recherchierte.

Lorenz und ich waren mittlerweile so von der Boots-Idee angetan, dass wir sogar in Erwägung zogen, eine 4-tägige Fahrt nach Puerto Natales zu machen, die uns $ 550,- kosten würde. Leider wurde nichts aus den Plänen, da mittlerweile alle Kabinen ausverkauft waren und es die nächste Möglichkeit erst in 1-2 Wochen gab…

Etwas frustriert gingen wir zurück zum Busbahnhof, wo wir lange rumüberlegten… Der nächste längere Bus fuhr erst wieder am Mittwoch und wir hatten keine Lust länger als nötig in der Gegend zu bleiben – wir waren sogar kurz davor, einen Flug nach Punta Arenas zu buchen!

Im Endeffekt beschlossen wir, morgen Früh einen Bus nach Chaitén zu nehmen und dort auf weitere Verbindungen zu hoffen.

Der nächste Punkt auf unserer Liste, war eine Unterkunft für die Nacht zu finden. Das entpuppte sich aber als ziemlich einfach, bald hatten wir ein 3-Bett-Zimmer um 20.000 Pesos gefunden.

Danach genossen wir den Tag, indem wir uns die vielen Märkte ansahen, mal wieder in einem Restaurant aßen, den Pier entlang zu einer Mall gingen und uns Rock Konzerte im Park anhörten. Außerdem konnte ich einen neuen Pullover und ~*Trommelwirbel*~ eine Reise-Ukulele ergattern!! 😀

15/02
Gestern starteten wir um 7:00 Uhr unsere Anreise nach Chaitén. Das Wetter war alles andere als aufregend, dennoch wurde die Fahrt ganz interessant, da wir 3x eine Wasser-Überfahrt hatten, wovon eine sogar 2-3 Stunden dauerte.

Gegen 17/18:00 Uhr kamen wir dann an und hofften auf einen Bus nach Coyhaique. Es gab zwar einen in der Früh, dieser war aber bereits ausverkauft. Unsere einzige Möglichkeit war es also zuerst nach La Junta und von dort weiter zu fahren.

Nachdem wir die Tickets besorgt hatten, machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft – was sich als ziemlich schwierig erwies! Die Zimmer waren viel zu teuer oder ausgebucht, somit blieb uns nichts anderes übrig, als bei verregnetem Wetter zu campen.

Im kleinen „Städtchen“ gab es nicht viel zu sehen oder tun, innerhalb einer halben Stunde hatten wir das ganze Dorf passiert. Schön war jedoch der Pier und die Aussicht auf die Berge, also packten wir abends unsere Instrumente zusammen, setzten uns an den Strand und spielten Okarina und Ukulele 🙂

Heute standen wir einigermaßen früh auf, da wir die Hoffnung hatten, zu den nahegelegenen Thermen fahren zu können.

Um 9:30 Uhr fuhr ein Bus, der uns um 5000 Pesos hin und retour bringen würde; vor Ort hatten wir 3 Stunden Zeit, um uns im heißen Wasser zu baden – beste Idee überhaupt!!! Und einen Kolibri konnten wir auch beobachten 🙂

Nachmittags kauften wir uns Proviant und vertrieben uns die Zeit bis 17:00 Uhr, bis der Bus nach La Junta ging.

Die Fahrt dauerte diesmal nur 3 Stunden; als wir dann dort ankamen, gab es natürlich wiedermal nur einen Bus am Mittwoch nach Coyhaique… letzten Endes mussten wir uns fügen und eine Nacht länger als gewollt in La Junta bleiben… zumindest war die Gegend schön!

Hin und her gerissen, ob wir auf einem Campingplatz schlafen oder wildcampen sollten, sahen wir uns in der Umgebung um und suchten nach geeigneten Plätzen. Anfangs wurden wir bitter enttäuscht: die einzigen Möglichkeiten waren der Straßenrand und ein völlig überfüllter Campingplatz…

Wir gingen noch eine Weile weiter und fanden irgendwann ein kleines Waldstück, das Lorenz genauer inspizierte. Nach einer kleinen Steilwand befand sich dort eine längliche Bambushöhle, in die wir alle hinein passten. Aufgeregt über den Fund des schönen Fleckchen, nahmen wir unsere Sachen und bauten uns ein kleines gemütliches Lager 🙂
Diese Nacht schlief ich besonders gut ein, wer hätte gedacht, dass biwakieren so schön sein kann 😉

17/02
Gestern regnete es den ganzen Tag, weswegen unser Trekking-Plan wortwörtlich ins Wasser fiel. Nachdem wir zusammengepackt hatten, suchten wir eine Unterkunft und konnten einen netten überdachten Campingplatz finden.

Da Dominik sich etwas verkühlt hatte, verbrachte er fast den gesamten Tag schlafend im Zelt, während Lorenz und ich im Internet surften und uns mit dem Radfahrer Marco unterhielten.

Um 5:00 Uhr nahmen wir den Bus nach Coyhaique; aus Schlafen wurde diese Nacht nichts, da ein paar lustige Lateinamerikaner meinten, sie müssten bis 3:30 Uhr Party machen…

Die Busfahrt war relativ unspektakulär, die Landschaft war sehr nett aber wir waren alle froh, als wir um 11:00 Uhr in der kleinen Stadt ankamen.

Dort kauften wir uns für morgen Früh Tickets nach Cochrane (das 1. Mal das wir gleich die Tickets bekamen, die wir auch haben wollten!) und suchten uns anschließend eine Unterkunft, was sich aufgrund der Hauptsaison als gar nicht so leicht herausstellte.
Im Endeffekt nahmen wir uns ein großes 2-Bett-Zimmer in einer Familien-Lodge und chillten dort den ganzen Tag.

 

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