Finale Grande

06/12/2015 – 10/02/2015

24/01

Heute war Vollmond – und das bekamen wir deutlich zu spüren! Ursprünglich hatten Amandine und ich während der Tage hier geplant, spaßhalber einen „low-budget“ Horrorfilm zu drehen. Da die Begebenheiten hier aber eh schon verrückt genug waren, kamen wir nicht dazu.

Gestern hatten Chiquito und Polarbear wieder einen heftigen Streit – so schlimm, dass wir sie die nächsten Tage angeleint lassen mussten. Leider waren sie so in Rage gekommen, dass Polarbear mich beim Versuch sie auseinander zu ziehen, in die Hand biss… und zwar ziemlich heftig!

Amandine und ich schafften es sie noch anzuleinen und zu beruhigen – man merkte, dass Polarbear sich mittlerweile schlecht fühlte, da er immer wieder versuchte an meiner Wunde zu lecken – und versorgten anschließend meine Hand.

Zusätzlich provozierte Tina – die mittlerweile wieder bei den Erwachsenen Hunden war – die anderen und sorgte bis nach Mitternacht für Aufruhe.

Heute waren die Hunde den ganzen Tag unruhig, irgendwann fingen sie dann an, wie wild zu bellen und als ich nachsehen wollte, entdeckte ich, dass Forest (der eine Hüftverletzung hatte!) und Neo über den Zaun gesprungen waren…

Bevor wir schlafen gehen wollten, rief auf einmal Amandine nach mir. Als ich zu ihr nach draußen ging, wurde ich von einem riesigen „Blutmond“ am Horizont überrascht. Der Anblick war so surreal, dass Amandine anfangs dachte, eine der Cabańas würde brennen.

Gegen Mitternacht wurde ich dann von den Hunden geweckt, als sie anfingen den Vollmond – der mittlerweile hoch im Himmel stand – anzuheulen… da soll nochmal jemand sagen, dass Tiere nicht durch den Mond beeinflusst werden!

26/01
Gestern kamen die anderen von der Tour zurück und abends gab’s wieder ein tolles asado – für Amandine das Letzte, da sie in den nächsten Tagen fahren würde.

Gegen Mittag brachte Hernan zwei der Gäste nach Zapala – Lorenz und ich nutzten die Gelegenheit, um nach Las Lajas mitzufahren und mal wieder Internet zu nutzen.
Wir blieben ca. 3,5 Stunden bis uns schon etwas langweilig wurde. Da wir nicht wussten, wann Hernan zurück kommen würde, beschlossen wir einfach mal die Straße nach Pino Hachado (50 km) entlang zu gehen und versuchen zu hitchhiken.

Anfangs kamen noch einige Autos, blieben aber nie stehen. Als wir dann schon ca. 10 km gegangen waren, hörte auf einmal der Strom der Autos auf. Wir ließen uns dadurch aber nicht die Laune vermiesen, stattdessen gingen wir weiter und genossen die etwas absurde Situation.

Um 21:00 Uhr sahen wir dann mal auf die Uhr – die Grenze hatte nur bis 20:00 Uhr geöffnet weswegen die Chancen schlecht standen, dass noch ein Auto kommen würde). Daher beschlossen wir, zuhause anzurufen (wir hatten Amandines Handy mit), um Bescheid zu geben, wo wir waren und gegebenenfalls Hernan zu kontaktieren. Nachdem aber keiner ranging (das Radio hatte wohl Probleme), nahmen wir uns einfach vor weiter und im schlimmsten Fall die kompletten 50 km zu Fuß zu gehen – eine andere Alternative hatten wir ohnehin nicht.

So legten wir im Endeffekt zwischen 26 km zurück, bevor Hernan um 22:30 Uhr an uns vorbeifuhr (komplett perplex und verwirrt darüber, dass wir auf einmal auf der Straße mitten im nirgendwo standen haha) und den restlichen Weg mitnahm. Er kam genau richtig, denn als wir zuhause angekommen waren, fing es auf einmal zu regnen an.

Da wir außer unserem Frühstück nichts gegessen und die letzten Stunden auch kein Wasser bei uns gehabt hatten, mussten wir uns erst mal richtig versorgen, bevor wir dann zufrieden in die Betten fallen konnten 😉

28/01
Letzter Tag für Amandine; diesen feierten wir gebürtig, indem wir alle jüngeren Welpen rausließen und uns ordentlich mit ihnen austobten – Puppy Paradise pur!! 🙂
Am Ende legten sich die ganz Kleinen alle zu mir und schliefen erschöpft ein, so knuffig :*)
Abends gab’s dann einen selbstgemachten Apfelstrudel von Lorenz!

31/01
Da momentan nicht viel zu tun war, beschlossen wir die Zeit zu nutzen und nochmal einen Tagestrip mit den Pferden zu machen.
Zu 3. starteten wir also am Morgen, um über die schon bekannte Straße Richtung Villa Pehuenia zu reiten. Mit nur einem Pferd und so viel mehr Erfahrung als beim letzten Mal, konnten wir den Ausritt tausend mal mehr genießen!

Nach ein paar Stunden waren wir beim 2. Campingplatz angekommen, den ich durch meine abgekürzte Tour ja nicht bemerkt hatte.
Dort machten wir dann eine kurze Mittagspause, bevor Dominik und Lorenz mir die 3. Tagesetappe der Standardtour zeigten, die ich ebenfalls verpasst hatte.
Lange Zeit ging es über ein flaches Plateau auf einem Berggrad – die Pferde gingen schon komplett von alleine, was Lorenz und mich dazu bewegte, ein bisschen Blödsinn zu machen und unterschiedliche Sitzpositionen in den Sätteln auszuprobieren 😉

Gegen 19:00 Uhr kamen wir wieder zuhause an; am Ende hatten wir uns noch ein Wettrennen geliefert um den Abschluss zu krönen 😉

02/02
Einer dieser absolut perfekten Tage ❤

In der Früh lernten wir die neue Volontärin Lara (Frankreich/Deutschland) kennen, die gestern Nacht hier angekommen war und wie wir, zwei Monate bleiben würde.
Nach dem Frühstück erklärten wir ihr den Ablauf und kümmerten uns dann um unterschiedlichste Dinge am Grundstück.

Am Nachmittag wollte Lorenz einen kleinen Ausritt mit Tostado machen und ich musste noch unbedingt Coco ausprobieren, bevor wir fuhren. Hernan wollte außerdem, dass Doña geritten wird, also machten wir uns zusammen mit Lara nach dem Mittagessen auf, um einen kleinen 2-stündigen Ritt in der Gegend zu machen. Unser Weg führte uns durch den Wald, auf Hügel, über Stock und Stein, im Galopp, Trab und ab und zu im Schritttempo 😉

Danach trieben wir die Pferde auf die Weide, machten noch ein abschließendes Wettrennen und vertrieben uns die Zeit bis zur Hundefütterung damit, die kleinsten Puppies rauszuholen und mit ihnen zu spielen :*)

Abends genossen wir dann einen ruhigen – durch den ausgewählten Film aber etwas verstörenden – Fernsehabend mit Pizza.

04/02
Mit einem Mal wurde mir deutlich bewusst, wie wenig Zeit wir hier noch hatten… ich bekam also einen furchtbaren Stress damit, noch möglichst oft reiten zu gehen und so viel Zeit wie möglich mit den Puppies zu verbringen!!

So kam es also, dass wir jeden Tag die Welpen rausnahmen um mit ihnen zu spielen und heute nochmal zu dritt eine Reittour zur großen Lagune zu machen, bei der ich bisher noch nicht war.

Gestern starteten wir außerdem den Versuch, mit den großen Welpen, Blackface und Fernet laufen zu gehen. Zumindest Astro und Nooky fürchteten sich aber so fürchterlich vor Fernet, dass wir das Experiment bald abbrechen mussten.

Mittlerweile hatten wir auch endlich Namen für Blackface’s Puppies: Taz Demon (Tasmanian Devil), Etta James und Dot.com – die Namen stammen alle von Hernan.

06/02
Genau heute vor 2 Monaten sind wir hier angekommen 🙂
Da heute aber eine neue Tour startete und die anderen beiden Volunteers erst am 8. ankommen, verlängert sich unser Aufenthalt hier bis zum 10.!

Für die nächsten Tage hatten Dominik und ich Hausdienst, während Lorenz und Lara auf der Tour sind. Meine Hoffnung, dass es ein ruhiges Wochenende werden würde, wurde schon gestern mit der Info, dass Montag und Dienstag Feiertage (Carneval) waren, zerstört. Mit wie viel Stress wir aber wirklich konfrontiert werden würden, merkten wir erst mittags, als die Leute aufgrund des Staus vor der Grenze, auf einmal in Scharren ankamen um Essen zu bestellen… wir kochten 3,5 Stunden lang durchgehend, bis wir am Ende € 200,- eingenommen und sämtliche Vorräte verkauft hatten… die Küche konnten wir somit bis Dienstag komplett schließen!!

Untertags mussten wir einige Leute wegschicken, abends bot Dominik dann noch Tartas Fritas an, zum Glück kamen aber nicht mehr so viele Menschen. Die Cabañas wurden beide besetzt, womit wir am heutigen Tag insgesamt ca. € 450,- eingenommen hatten!

08/02
Durch das ständige Ein- und Ausgehen der viele Gäste, war ich gestern Früh etwas unruhig wegen der Pferde. Also stand ich schon um 7:00 Uhr auf, um nach diesen zu sehen – wie sich heraus stellte, war das eine gute Idee, denn einer der Gäste hatte in der Früh vergessen, das Tor zu schließen… auf einmal packte mich die Panik, dass die Pferde weg sein könnten… ich war überglücklich sie jedoch im hinteren Bereich des Grundstücks vorzufinden!! Manche Menschen denken echt nicht mit…
Nachmittags nahmen wir uns dann mal wieder Zeit bareback zu reiten…und zwar wortwörtlich 😉

Heute Mittag wollten Lorenz und ich die Zeit nutzen, um nochmal im Wald reiten zu gehen! Mit Donkey und Chancho war’s zwar nicht ganz so schnell und turbulent – was Pépe, der mitgekommen war, etwas störte -, aber es war trotzdem ein netter Ausritt 😉

Abends holten wir dann die zwei neuen Volunteers Susi und Georg (Deutschland) aus Las Lajas ab – zuhause erwartete uns dann unser letztes asado!

09/02
Vormittags zeigten wir den neuen schnell den üblichen Tagesablauf, gaben ihnen ein paar Aufgaben und sattelten danach die Pferde um eine letzte Reittour zu machen! 🙂
Unser Weg führte uns wiedermal Richtung Villa Pehuenia, wir bogen aber bald ab und ritten einen Hügel hoch – um den vorgesehenen Pfad zu finden.

Wir ritten zu einem wunderschönen Wasserfall, befestigten die Pferde an Bäumen und stiegen dann die Böschung zum Wasser hinab. Aufgrund der gegebenen Mittagshitze wirkte das kühle Wasser sehr einladend, also entledigten wir uns der unnötigen Kleidung und sprangen in den erfrischenden Pool 😉
Danach beschlossen wir nochmal die Waldrunde zu machen – mit Tostado, Coco und Bayo war das wieder ein besseres Erlebnis 😉
Nachmittags chillten wir uns mit Decken unter die Bäume und spielten mit den kleinen puppies!

Als dann Hernan am Abend mit dem neuen Pferd Morocho (von uns unbenannt in Morcilla) und Analía ankam, fingen wir an einen Pancake Tower und Búdin de Pan zuzubereiten. Dazu gab’s selbstgemachten Pisco Sour und Lambrusco.
Bevor wir schlafen gingen, musste ich noch ganz zeremoniell meine komplett ruinierte Jeans verbrennen – so hatten wir zumindest auch die Gelegenheit, einmal den Ofen im Refugio zu verwenden 😉

Alles in allem ein guter letzter Tag und ich kann es noch gar nicht fassen, dass wir jetzt tatsächlich 2 Monate hier waren und die Zeit so schnell vergangen ist…!

 

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