San Pedro de Atacama

03/11/2015 – 08/11/2015

03/11
Odyssee pur!!
Nachdem wir uns gestern bis am Nachmittag nicht entscheiden konnten, wohin es als nächstes gehen sollte, kam es wohl zu ein paar spontanen Fehlentscheidungen… Eigentlich wollten wir in den Nationalpark Pan de Azúcar; nachdem wir die Tickets nach Chañaral gekauft hatten, kamen wir aber drauf, dass sich die Weiterfahrt als ziemlich schwierig gestalten würde. Nach langem hin und her beschlossen wir letztendlich, doch einfach von Chañaral nach San Pedro weiter zu fahren – was somit 2 anstrengende Busfahrten für insgesamt 17 Stunden für uns bedeutete…

Der erste Bus startete um 23:30 in La Serena und kam mit 1,5-stündiger Verspätung um 7:00 in Chañaral an. Aufgrund der Kälte im Bus konnte ich während dieser Fahrt keine Sekunde schlafen….
Der nächste Bus sollte um 8:30 von Chañaral losfahren und 10,5 Stunden brauchen.
Da der Computer bei der Busstation nicht funktionierte, konnten wir keine Plätze reservieren und mussten dann im Endeffekt die teureren Tickets kaufen, da keine anderen mehr verfügbar waren. Die waren zumindest bequemer und ein Snack war auch inkludiert.

In Antofagasta hatten wir einen Zwischenstopp von ca. einer halben Stunde. Als wir dann wieder einsteigen wollten, gab es Probleme mit unseren Plätzen, da wir keine Reservierung hatten. Nach langem hin und her konnten wir aber doch noch in der besseren Klasse sitzen (für die wir ja auch bezahlt hatten!!)…. pfff….
In Calama hatten wir dann nochmal dasselbe Problem, zum Glück waren da aber noch genug Plätze frei, so dass wir uns das Drama sparen konnten.

Die Landschaft änderte sich schon ab Chañaral drastisch, aber nach Calama wurde sie einfach atemberaubend: Wüste, Gestein und Berge – wunderschön!

In San Pedro angekommen verirrten wir uns gleich mal, da die Karte vom Hostel nicht stimmte. Nach kurzer Zeit befanden wir uns aber im Zentrum der kleinen Stadt und wurden von Backpackern und Touristenangeboten überhäuft. Trotzdem wirkte San Pedro richtig authentisch und süß – mal sehen wie lange wir uns hier aufhalten werden 🙂

04/11
Nach der schlaflosen Busnacht und dem anstrengenden Tag, schaffte ich es tatsächlich heute Nacht 11 Stunden zu schlafen, yeah! 😉

Die Nächte hier sind sehr kalt und nachdem wir beschlossen hatten in San Pedro zu campen, befürchtete ich schon, dass wir frieren würden. Zum Glück ist unser Equipment aber bestens für diese Temperaturen gemacht 😉

Eine sehr tragische Sache zurzeit ist das fehlende Warmwasser… auch die Mittagshitze wärmt die Wassertanks scheinbar nicht auf :-/

Unser heutiges Ziel war es, das kleine Städtchen zu erkunden und Ideen für die nächsten Tage zu bekommen. Davor brauchten wir aber was zu essen!! Die Lokale waren -aufgrund des Tourismus‘ – verhältnismäßig teuer, wir fanden allerdings eine Art Kantine, die Mittagsmenüs für 3500 Pesos anbot.

Am Nachmittag buchten wir eine stargazing Tour für morgen Abend, checkten uns Räder für morgen, ließen unsere Wäsche waschen und gingen einkaufen.
Abends gönnten wir uns unser 1. Bier in Chile 😉

05/11
Um 07:15 Uhr läutete der Wecker. Nachdem gestern Nacht ein streunender Hund lange neben unserem Zelt herumgewühlt hatte, bedeutete das für mich nur wenig Schlaf…
Da Frühstück in diesem Hostel nicht inkludiert ist, mussten wir uns selbst darum kümmern. Leider sind die kleinen Märkte etwas teurer, aber mit ein bisschen Kreativität geht das schon 😉 (Wir kauften uns hierfür meistens Joghurt mit Obst und zerkrümmelten Müsli-Keksen!)

Wir holten unsere Fahrräder (3500 Pesos für 6 Stunden) und fuhren um 9:00 Uhr Richtung Pucará de Quitor los. Diesen Stopp ließen wir aus, da dafür Eintritt verlangt wurde, also ging es weiter bis zum „Tunnel“. Dieser war im Prinzip ein Canyon, der bergauf ging – was bei der gegebenen Hitze, dem vielen Sand und der Höhe (San Pedro liegt auf 2500 m) ziemlich anstrengend war. Die Aussicht war es jedoch zumindest Wert 😉
Danach fuhren wir weiter zum Garganta del Diabolo – wieder ein verwinkelter wunderschöner Canyon!

Für den Abend hatten wir eine stargazing Tour gebucht (€ 20,-). Um 23:00 Uhr wurden wir mit einem Van abgeholt und fuhren in die Wüste, wo der chilenische Astronom Ignacio schon mit 4 Teleskopen auf uns wartete. Er zeigte uns einige Sternformationen und erklärte uns ein paar astronomische Grundlagen, während wir Wein bzw. Tee tranken und Snacks aßen. In den 2 Stunden sahen wir außerdem zwischen 5-7 Sternschnuppen 😉

Um 1:00 Uhr kamen wir wieder beim Hostel an, wo wir kurzzeitig einen riesen Schock bekamen – die Tür war zugesperrt. Wir wollten schon drüber klettern, als uns zum Glück einer der Besitzer aufmachte – puh!

06/11
Heutiges Highlight: die erste heiße Dusche seit 4 Tagen, yeah! 😀
…und vielleicht die Hippies, die heute wiedergekommen waren, sich am Campingplatz einrauchten und bis in die Nacht hinein Musik machten…

07/11
Da wir es einfach nicht fertig brachten loszufahren ohne die Valle de la Luna zu sehen, borgten wir uns in der Früh nochmal Räder aus, um das zu erledigen! Der Eintritt betrug 2000 Pesos, dieser zahlte sich jedoch definitiv aus!

Der erste Stopp war ein Canyon (wiedermal :P), bei dem man u.a. in eine dunkle Höhle steigen (Taschenlampe war dafür notwendig, da es dort unten stockdunkel war) und auf das Plateau klettern musste.

Die meisten Leute die uns begegneten waren im Auto unterwegs, nach kurzer Zeit verstanden wir auch wieso: die Straßen waren furchtbar steinig (wenn sie nicht komplett sandig waren) und es ging die meiste Zeit steil bergauf…

Der Höhepunkt des Ausflugs war ein Aussichtspunkt, von dem man einen wunderschönen Überblick über das gesamte Tal hatte!

Zurück in San Pedro, gingen wir zu einem Tour-Veranstalter (normale öffentliche Busse fahren nicht direkt) und buchten für morgen einen Direkttransfer nach Uyuni (~ €33,-).

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