Honshū

Ōsaka
28/06/2014 – 01/07/2014

29/06
Da unser Flug Verspätung und die Rezeption unseres Hotels nur bis Mitternacht geöffnet hatte, war unsere Anreise nach Ōsaka etwas mit Stress verbunden. Als wir in Shinimamiya ankamen, wurden wir zusätzlich mit heftigem Regen überrascht – na herrlich!

Wir hatten trotzdem unseren Spaß, vor allem da wir vor 2,5 Jahren schon hier waren und sich nichts verändert hatte. Es ist so schön, an vertraute Orte zurückzukehren 🙂

Für heute hatten wir uns wieder einen chill-Tag verdient; den starteten wir gleich mit einem Besuch beim 100¥-Shop um die Ecke 😉 Zu unserer Enttäuschung war dieser seit dem letzten Mal um die Hälfte geschrumpft. Das Wichtigste konnte man aber trotzdem noch finden.

Am Abend machten wir einen Spaziergang durch unser Viertel bis zum Tsutenkaku. Auch hier hatte sich kaum was verändert, nur den Okonomiyaki-Laden konnten wir nicht mehr finden ;( Dafür gab’s noch die Sushi-Bar, in der wir letztes Mal waren – diesmal war sie allerdings zu voll um rein zu gehen.

Morgen müssen wir dann die indischen Visa-Angelegenheiten regeln… etwas, worauf wir uns gar nicht freuen…

Himeji
01/07/2014 – 13/07/2014

01/07
Bevor wir mit dem Zug nach Himeji fuhren, besorgten wir uns beim 100¥-Shop noch ein wenig Proviant für die „lange“ Fahrt 😉

Laut jeglichen Anfahrtsbeschreibungen, sollte unsere Reise nur 1 Stunde dauern, im Endeffekt brauchten wir aber 4,5 bis wir im Yumesakitei (ein Western-Style Restaurant) angekommen waren. Wir wurden bei der JR Station von Kazu – einer der 3 „Host“-Brüder – abgeholt. Unterwegs erzählte er uns, dass Isao der Besitzer des Yumesakitei war und er, sowie sein Bruder Nori, eigentlich auch nur wie wir ein wenig aushalfen.

Er war äußerst amüsant und wir verstanden uns auf Anhieb. Die Landschaft war wunderschön und vom Yumesakitei brauch ich gar nicht erst anfangen zu schwärmen – das würde zu lange dauern! Wir bekamen einen eigenen kleinen Bungalow, direkt neben dem Wald. Es war komplett ruhig und idyllisch, das einzige Geräusch kam von den Tieren um uns herum und dem kleinen Bach, der sich durch das Yumesakitei zieht.

Außer der atemberaubenden Landschaft und der tollen japanischen Architektur, waren wir auch vom nebenanliegenden Dojo, der u.a. als Meditations- oder Leseraum benutzt werden konnte, sowie dem schönen Onsen absolut angetan! Ja, das werden wohl gute 5 Wochen! 🙂

02/07
Außer uns waren noch der Schotte Paul und die 2 Belgierinnen Ashton und Jana – die heute aber schon abreisten – vor Ort. Im Laufe der Woche würden noch ein paar Helper kommen.

Unser Arbeitstag sah folgend aus:
8:30 Uhr Hilfe bei der Zubereitung des Frühstücks
9:00 Uhr Frühstück
10:00-15:00 Uhr Arbeiten (Restaurant putzen, Geschirr, Wäsche und solange keine Gäste da waren diverse Jobs am Grundstück)
15:00 Uhr Mittagessen
ab 15:00 Uhr Freizeit
20:00/21:00 Uhr Abendessen

Das Frühstück war groß, zu Mittag gab’s was einfaches und abends wird etwas aufweniger gekocht.

Hier geht’s mehr freundschaftlich zu, ist auf jeden Fall sehr nett, aber ich bin mir noch nicht so sicher, wie viel wir gemeinsam unternehmen werden. Es bleibt spannend!

03/07
Regen! Regen! Regen!

Ursprünglich dachten wir, dass bei dem Wetter nicht viel zu tun wäre. Rechtzeitig zum Mittagessen kamen aber 3 Japaner ins Restaurant, womit wir unsere ersten Serviceerfahrungen im Yumesakitei sammeln konnte.

Nach der Arbeit fuhren wir gemeinsam mit Kazu und Paul zu einem nahegelegenen Tempel um zu meditieren. Im Endeffekt unterhielten wir uns aber nur mit dem zuständigen Mönch und tranken Tee.

Am späten Nachmittag lernten wir endlich den Besitzer (und Jüngsten der 3 Brüder) Isao und seine Frau Kumi kennen. Beide wirken total nett und entsprachen eigentlich rein gar nicht meinen Vorstellungen (sie sehen beide voll jung aus und wirkten ziemlich entspannt).

05/07
Der Regen will einfach nicht aufhören…

Mit dem Wochenende kamen auch mehr Gäste, heute hatten wir sogar 8 – wohoo!
Ansonsten verlaufen die Tage eher unspannend. Gestern Abend hatten wir eine Tamaki Sushi-Party, bei der noch 2 Volontäre dazu stießen. Der Halb-Franzose/Halb-Japaner Laurent (oder Rohan, wie in jeder, aus welchem Grund auch immer, nennt) und die Dänin Galina waren schon länger im Yumesakitei und hatten sich die letzten 5 Tage zum Reisen frei genommen.

Nach dem Abendessen standen auch Ashton und Jana wieder im Eingang; das rumreisen war ihnen nicht bekommen weswegen sie beschlossen hatten, wieder zurückzukehren. Nun waren wir erneut eine riesige Gruppe; bei dem Wetter war dadurch aber leider nicht allzu viel zu tun (außer wir hatten Gäste)…

07/07
Happy Tanabata!

Anlässlich meines 25. Geburtstags, nahmen wir uns den Tag frei und aßen zu Mittag als hochoffizielle Gäste im Restaurant 😛 Anfangs war es etwas seltsam da es jeder total ernst nahm, irgendwann fand ich’s aber einfach nur noch lustig (vielleicht lag das aber auch am Wein :D). Als besonderes Dessert gab’s dann sogar eine Geburtstagstorte und ein Ständchen 🙂

Nachmittags wollten wir ursprünglich Tanabata feiern, irgendwie war dann aber jeder zu faul, also tranken wir nur Bier und genossen das Leben 😉 Den wunderbar chilligen Tag ließen wir mit Wein, Gitarrenmusik und Gesang ausklingen ❤

Uuuund wir haben 2 neue Helper: Chloé aus Frankreich und Johanna aus Schottland, mit deutschen Wurzeln.

08/07
Seit gestern Mittag war das Wetter ganz akzeptabel und heute wurde es sogar richtig heiß! Das alles soll sich – angeblich – ab Morgen oder Donnerstag ändern, wenn ein großer Taifun über Japan fegt.

In diesem Sinne mussten wir das komplette Grundstück Sturmsicher machen. Das hieß unter anderem auch, ein großes Lagerfeuer aus herumliegenden Ästen zu bauen 😉 Wir nutzten die Gelegenheit gleich, um einen großen Frühlingsputz zu machen – leider ist das etwas schwierig wenn die Hosts nicht von ihrem Besitz loslassen können…

Nach dem Mittagessen fuhren wir aufgrund der Hitze gemeinsam mit Kazu, Nori und dem Tierarzt – der einfach der lustigste und seltsamste Mensch ist… und kein Wort englisch spricht! – zu einem Wasserfall – wunderschöne Landschaft! Danach fuhren wir zum Abendessen in ein japanisches Lokal, wo es für ¥ 780,- Ramen und eine Hauptspeise gab. Es handelte sich hierbei allerdings um so große Portionen, dass wir’s nicht schafften sie aufzuessen…

Achja, die Rückfahrt war besonders lustig, da der ~70/80-jährige Tierarzt ein verrückter Raser war… ein bisschen Angst hatten wir schon bei seinem Fahrstil… (und dem irren Gelächter…)

11/07
Der Taifun Neoguri – der angeblich stärkste Taifun in der Geschichte Japans – lässt auf sich warten. Im Endeffekt entschied er sich doch dazu, die Richtung komplett zu ändern. Somit gibt es keine Action für uns.

Zur gleichen Zeit schoss Nordkorea Raketen auf Japan. Letztere vernichtete diese wiederum, bevor sie einschlagen konnten. Laut Nachrichten handelte es sich um Testraketen, die ins Meer fliegen sollten – was jetzt wirklich stimmt weiß wohl keiner…

Am Mittwoch war viel für die Gäste am Wochenende vorzubereiten, gestern war dafür Taifun-Tag (inklusive schlechtem Wetter), den wir mit spätem Frühstück (oder eher Brunch), viiiiiiel chillen und einer Nachmittags-Okonomiyaki-Party genossen.

Für Jana, Ashton und Galina hieß es heute endgültig Abschied nehmen, dafür kamen wieder 2 neue Helper: der Belgier Lode (der bisher nicht sehr motiviert wirkt…) und Sarah aus… Österreich!! 😀

Am Nachmittag fuhren wir gemeinsam mit Kazu und Johanna einkaufen. Danach zeigte uns Kazu noch einen Strand und wir fuhren zu einem schönen Aussichtspunkt, bei dem wir Sushi aßen und den Anblick des Mondes genossen (der so hell war, dass er sich auf dem Meer spiegelte – so schön…).

13/07
Langes Wochenende!

Gestern Vormittag kamen die 20 Musiker im Yumesakitei an und blieben bis heute Nachmittag. Vor uns stand ein länger Arbeitstag, dazwischen konnten wir uns aber den Gästen und ihren Jamsessions anschließen 😉 Der komplette Tag war ein ziemliches Chaos, da keiner der Brüder wirkliches Organisationstalent besaß. Im Endeffekt kamen sie alle zu mir und um nach Rat zu fragen… 😀

Nach dem Abendessen gab es noch ein kleines Feuerwerk 🙂
Heute Morgen lief es ebenfalls alles andere als planmäßig ab; unter anderem da es schon wieder zu regnen angefangen hatte… irgendwie überstanden wir aber doch alles.

Für uns wird’s jetzt aber mal Zeit für eine Pause, daher planen wir ab morgen 3 Tage in Hiroshima & Umgebung zu verbringen 😉

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