Phu Quoc

Ha Tien
03/05/2014

Xin Chao!

Schon am frühen Morgen startete der Stress. Um 7:45 Uhr ging unser Bus; um 7:15 Uhr hätten wir abgeholt werden sollen, was sich schlussendlich auf halb 8 verschob, weswegen wir zum Bus hetzen mussten. Das wär ja alles kein Problem gewesen, hätten wir nicht am Vortag unsere Wäsche zum waschen hergegeben und diese einfach nicht kommen wollte…

Um 6:00 Uhr hätte sie fertig sein sollen, einer der Mitarbeiter wollte uns allerdings einreden, sie würde erst morgen fertig werden… Im Endeffekt bekamen wir sie 5 Minuten bevor wir abgeholt wurden – und dann auch noch inkomplett!

Bis 12:00 Uhr fuhren wir mit dem Bus Richtung Süden. Plötzlich wurde uns mitgeteilt, wir müssen aussteigen und auf einen Minibus warten, der uns dann zur Grenze führt.

Bei der Grenze erwartete uns ein schlecht gelaunter Vietnamese, der nur uns nur rumkommandierte. In Ha Tien wollten uns auch noch ein paar Leute abzocken, wir konnten sie aber alle gut abwimmeln und suchten uns eine Unterkunft. Im Endeffekt nahmen wir uns ein Deluxe-Zimmer um € 10,-/Nacht – so darf es gern bleiben!

Ha Tien ist eine nette ruhige Stadt; wir haben bisher zwar sonst noch nichts von Vietnam gesehen, aber in dieser Stadt kümmert es keinen, dass Touristen vor Ort waren (abgesehen von den Mopedfahrern, die einen verschiedene Unterkünfte andrehen wollen)! Man kann in Ruhe rumspazieren, essen (und es ist günstig und gut!) und wird von keinem angestarrt. Hin und wieder werden kleine Kinder neugierig und spielen mit einem, aber wen stört das schon 😛

Phu Quoc
04/05/2014 – 13/05/2014

04/05
Um 8:00 Uhr fuhren wir mit der Fähre nach Phu Quoc und zu unserem nächsten Job, wohoo!

Am Hafen angekommen, sollten wir eigentlich abgeholt werden. Nachdem 30 min später immer noch keiner da war, beschlossen wir Thuy anzurufen. Sie war sehr verwundert, schlug dann aber vor, dass wir einfach selbst probieren sollten zu ihr zu kommen. Bevor wir uns aber aufmachten, gingen wir noch frühstücken – gute Entscheidung, denn auf einmal stand Thuy neben uns. Der Fahrer war zum falschen Hafen gefahren…

Wir freuten uns, da uns so das rumgesuche erspart blieb (im Nachhinein war das auch echt besser, ihr Haus war irgendwo im nirgendwo!). Als wir ausstiegen, sagte sie uns dann aber plötzlich, dass wir den Fahrer bezahlen mussten – und zwar gar nicht so wenig!

Der Weg zu Thuys Haus ging über Strand und durch den Dschungel, man kam auch nur zu Fuß hin – sehr abenteuerlich. Unser „Bett“ waren 3 Bretter in einem Baum – mit einer extrem geilen Aussicht aufs Meer! Dusche gibt’s keine, Strom gibt’s nur am Abend wenn der Generator eingeschalten wird und es gibt nur ein Kompostklo, sprich ein Loch im Boden – ohne Wände!!!

Nach dem Mittagessen machten wir unsere ersten Mopedversuche, ein Moped werden wir nämlich die nächsten Tage immer brauchen! Am Abend gab’s zuerst Caipirinha und dann noch eine Englischstunde für Dominik. Achja, unser Job hier besteht daraus, einheimischen Kindern und Jugendlichen Englisch beizubringen. Jeweils 1,5 Stunden am Abend, den Rest des Tages haben wir frei.

Wie sieht nun Thuys Haus aus: es ist eine heruntergekommene kleine Hütte, die komplett offen am Strand steht – Türen gibt es also keine und Privatsphäre schon gar nicht!

Unser Nachtlager wurde aufgrund heftigen Gewitters am ersten Abend verschoben. Wir quartierten uns stattdessen im „Massageraum“ ein, also einfach direkt hinter dem Restaurant – mit Blick aufs Meer!

Das werden wohl spannende 9 Tage…!

05/05
Schlaflose Nacht aufgrund der Hitze und den vielen Moskitos… am Strand ohne Moskitonetz zu schlafen ist halt nicht so intelligent… Da das Wetter abends weiterhin regnerisch bleiben soll, wurde die Idee „Baumbett“ zunichte gemacht und stattdessen eine schöne Schlafgelegenheit mit Moskitonetz hergerichtet.

Ein morgendliches Bad im warmen Meer wird wohl während dieses Aufenthalts zur Gewohnheit werden – und das an einem einsamen Strand ohne viele Touristen! 🙂

Zu Mittag gab ich Tiên (23) – einem Mädchen, das wir gestern schon kennen gelernt hatten und im Resort nebenan arbeitet – Englischunterricht. Der Nachmittag verlief ruhig und am Abend hatten wir wieder getrennt 2 Klassen mit jeweils 2-4 Schülern, die wir unterrichten mussten.

06/05
Tag 3 im Abenteuercamp! Heute liehen wir uns ein Moped aus und erkundeten den Norden der Insel. Sehr idyllisch und einsam. Verkehr gibt es kaum und Touristen schon gar nicht, yeah!

Am Nachmittag zeigte uns Thuy die 4 2-Wochen alten Kätzchen – soooo süß!

Wir befinden uns jetzt am Anfang der Regenzeit, bisher gab es auch jeden Tag mindestens einmal ein großes Gewitter. Wenn man allerdings mit dem Moped durch den schlammigen, steilen Dschungel fahren muss, um zur Arbeitsstelle zu kommen, ist das halt nicht ganz so cool…

Hier gibt es übrigens jeden Tag Fisch und Meeresfrüchte… und ja, ich esse alles davon!

08/05
Die abendlichen Gewitter halten an und sind sehr schön anzusehen! Gestern Nacht wurden wir zusätzlich noch mit dem ärgsten Regenschauer überrascht und da es sich bei Thuys Haus nur um eine kleine zerbrechliche Hütte handelt, tropfte es natürlich hier und da durch die Decke. Zum Glück fanden wir aber doch ein paar trockene Stellen fürs Gepäck.

Bisher gefällt es uns hier sehr gut, einfach ist es selbstverständlich nicht, dafür aber richtig abenteuerlich! Auch das Englisch unterrichten macht Spaß, vor allem da die Jugendlichen alle wissbegierig sind und sich über jede Hilfe freuen. Unser einziges Problem hier ist unsere Host, mit der wir leider gar nicht klar kommen… Zum Glück können wir uns unsere Zeit aber meistens selbst gestalten, so dass wir sie nicht so oft sehen müssen… (aber allein solche Gedanken zu haben ist schon sehr traurig…)

09/05
Meine beiden abendlichen Schülerinnen (Tran, 17 und Thao, 15) sind die Liebsten; Trans Mutter übertrifft sie aber noch um ein Stück! Jeden Abend wenn Dominik mich nach dem Unterricht abholt, richtet sie für uns einen Teller Mangos her (da sie mittlerweile mitbekommen haben, dass ich Mangos liebe) und gibt uns zusätzlich noch ein paar für daheim mit! Gestern schenkte sie mir außerdem noch ein Armband (das Glück bringen soll) und wir erhielten beide eine Einladung zum Mittagessen am Sonntag – so herzliche Menschen, ich bin ganz hin und weg! :*)

Die Soap-Opera mit Thuy hatte sich jetzt auch schon ein wenig gelegt, vielleicht werden die letzten 3 Tage ja noch ganz angenehm! 😉

10/05
Nach der gestrigen Stunde schlug Tiên – sie war jetzt auch zum abendlichen Unterricht dazu gestoßen – vor gemeinsam zum Nightmarket zu fahren. Danach brachte sie uns noch zu einer Art gemeinschaftlichen Suppenküche, wo man eine große und sehr leckere Nudelsuppe um 30 cent erhielt!

Heute Morgen standen wir zur Abwechslung sehr früh auf, da Trans Mutter uns zum Frühstück eingeladen hatte 🙂 Um 7:00 Uhr mussten wir dort sein und da wir immer noch nur ein Moped hatten, gingen wir zu Fuß ins Dorf. Dort angekommen, wurde uns Reis mit einem Spiegelei, Fleisch, Gurken und eine Suppe serviert. Anschließend gab’s außerdem noch kalten Tee. Diese Frau ist wirklich viel zu nett zu uns!!

Gegen 10:00 Uhr kam auf einmal Thuy daher und meinte ich soll ihr helfen einen Flyer für ihr neues (gerade erdachtes) Backpacker Resort zu gestalten – kein Problem, sowas macht mir eh Spaß! Die Mopedfahrt mit ihr war jedoch der komplette Horror, ich hatte echt Todesängste – und das ist keine Übertreibung! (meine Arme schmerzen noch immer vom krampfhaften Festhalten am Moped…) Nachdem ich den Flyer fertiggestellt hatte, kam nicht mal ein Danke oder sonst was. Stattdessen gab’s nur Beschwerden, dass irgendwas nicht passte. Also nein, meine Meinung über sie wird sich bestimmt nicht mehr ändern…

Am Nachmittag sollten wir zu den Häfen flyern gehen. Sie schickte uns aber zu den falschen, so dass wir auf keine Touristen trafen, naja…

Wir fuhren in den Süden weiter zur Sao Beach – langer weißer (Puderzucker!!) Sandstrand und kaum Leute, sehr fein! Danach sollten wir zu Dominiks Schülern zum Englischunterricht, in Duong Dong trafen wir aber auf einen von ihnen, der uns mitteilte, dass wir die Stunde auf morgen verschieben würden. Auch gut, so hatten wir noch einen freien Abend! 😉

11/05
Um 11:00 Uhr waren wir bei Trans Familie zu Ban Xeo eingeladen – hierbei handelt es sich um eine Art Omelette mit Gemüse, Fleisch und Meeresfrüchten. Es gab so viel Essen, dass sie noch mehr Leute einladen mussten haha. Wir blieben bis ca. 14:00 Uhr dort (wir zeigten den beiden Mädchen unser Journal wovon sie sehr begeistert waren), dann fuhren wir zurück zum Haus (das 1. Mal das ich fuhr :P) und bastelten ein kleines Geschenk für die Familie.

Abends fuhren wir zu unserer vorletzten Unterrichtsstunde. Als Dominik mich später abholte, bekamen wir von Trans Mutter noch Ban Beo und – wie immer 😉 – Mangos serviert. Am Heimweg machten wir ein tolles GoPro Video von unserem täglichen Dschungelweg, haha.

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